Innovation Map – Wo die Ideen keimen

Teil 2: Süddeutschland Nordrhein-Westfalen | Hessen | Thüringen | Sachsen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Baden-Württemberg | Bayern

Vom Acker bis zur App, vom Forschungslabor bis zum Feld: Die AgriFood-Branche in Deutschland entwickelt sich rasant – und mit ihr ein Netzwerk aus Start-ups, Investoren und Forschungseinrichtungen, die die Zukunft unserer Ernährung gestalten. Diese Übersicht zeigt, wo Innovationen entstehen und Ideen zu praxistauglichen Lösungen wachsen. Hier finden Sie auf einen Blick die wichtigsten Acceleratoren, Netzwerke, Finanzierungsquellen und Forschungsstätten. Eine Landkarte für alle, die sich orientieren, vernetzen und vorangehen wollen.

AUTOR: DOMINIK EWALD

Forschungsinstitute & Wissenschaftseinrichtungen

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Nordrhein-Westfalen

ist Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland und ein vielseitiges Zentrum für AgTech, Bioprozesse und FoodTech- Innovation. Neben den etablierten Forschungsstandorten Bonn, Aachen und Kleve etabliert sich die OWL-Region mit TH Ostwestfalen-Lippe, Future Food Factory OWL und ILT.NRW als aufsteigender FoodTech-Hub. Münster bringt mit seiner starken Gründungskultur und universitärer Kompetenz in Lebensmittelchemie ein weiteres Cluster hinzu. NRW bietet die Skalierungsbasis für die gesamte AgriFood-Wertschöpfungskette.

Hessen

ist das Finanzierungs- und Forschungszentrum der deutschen AgriFood-Szene. Frankfurt am Main bündelt mit Growth Alliance AgriFood, Rentenbank, TechQuartier und weiteren Venture-Capital-Gebern eine einzigartige Dichte an Kapital und Netzwerkinfrastruktur. Gießen und Geisenheim stehen für international anerkannte Spitzenforschung – von der molekularen Pflanzenphysiologie bis zur Weintechnologie. Hessen denkt AgriFood vom Lab bis zum Exit.

Cluster & Netzwerke

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Thüringen

ist ein unterschätzter Innovationsstandort mit wachsender internationaler Strahlkraft. Das Max-Planck-Institut für Biogeochemie und das Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie in Jena liefern Grundlagenforschung auf Weltniveau – von globalen Stoffkreisläufen bis zu Pflanzen-Interaktionen. Das Thüringer Innovationszentrum in Erfurt übersetzt diese Exzellenz in marktfähige Agrar- und Biomaterial-Innovationen. Thüringen denkt die Wertschöpfungskette von der Zelle bis zum Markt – und das konsequenter als viele größere Bundesländer.

Sachsen

positioniert sich als aufsteigender Hub für grüne Technologien und nachhaltige Agrarsysteme. TU Dresden und HTW Dresden bilden die wissenschaftliche Basis für Umwelttechnik und nachhaltige Agrarproduktion, Food-Saxony e.V. vernetzt die regionale Lebensmittelindustrie und frühe Wachstumskapitalgeber wie TGFS – Technologiegründerfonds Sachsen und SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement stellen Kapital für AgriFood-Start-ups bereit. Sachsen verbindet ostdeutsches Agrarwissen mit technologischer Zukunftskompetenz.

Acceleratoren & Inkubatoren

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Baden-Württemberg

bringt Forschungsexzellenz und Mittelstandsstärke auf einzigartige Weise zusammen. Die Universität Hohenheim, eine der renommiertesten Agrarwissenschafts-Universitäten Deutschlands, das Max-Rubner-Institut Karlsruhe und das Fraunhofer IGB Stuttgart stehen für Spitzenforschung von der Pflanzenbiologie bis zur Lebensmittelproduktion. Mit btov Partners, MBG Baden-Württemberg und der Dieter Schwarz Stiftung/Atmos Ventures verfügt das Land zudem über ein belastbares Finanzierungsökosystem – vom Frühphaseninvestment bis zur Stiftungsförderung.

Bayern

ist Deutschlands stärkster Agrar- und Food-Innovationsstandort – mit der TU München Weihenstephan, dem Fraunhofer IVV Freising und dem Bioökonomie- Hub Straubing als Leuchtturminstitutionen. Das Ökosystem aus DeepTech-Start-ups in München, etablierten Mittelständlern und internationalem Venture Capital – von BayWa Venture über Mustard Seed Maze bis Unternehmer- TUM – macht Bayern zur Schnittstelle von Hightech, Biotechnologie und generationsübergreifender Lebensmittelkultur.

Hochschulen & Universitäten

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Rheinland-Pfalz

ist die Weintech-Hochburg Deutschlands mit direkter Brücke zur Lebensmitteltechnologie und digitalen Landwirtschaft. Das Leibniz-Institut für deutsche Weinforschung (DWI) in Geisenheim und die Technische Hochschule Bingen setzen international Maßstäbe in Weinbau und Fermentationstechnologie. Fraunhofer ITWM und IESE in Kaiserslautern erweitern das Profil um Software Engineering, KI-Modellierung und Digitalisierung von Agrarprozessen – ein seltenes Kompetenzprofil, das Weinbau mit Hochtech verbindet.

Saarland

bringt über spezialisierte Institute wie das Fraunhofer IZFP wichtige Impulse in Qualitätssicherung, zerstörungsfreie Prüfverfahren und industrielle Agrarkontrolle ein. Die Universität des Saarlandes ergänzt das Profil mit Bioinformatik und Ernährungsbiologie – ein seltener Crossover von Datenkompetenz und Life Sciences. Das Saarland zeigt: Auch kleinere Bundesländer können strategische Nischen in der AgriFood-Wertschöpfungskette besetzen.

Investoren & Risikokapitalgeber

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