Innovation Map – Wo die Ideen keimen

Teil 1: Norddeutschland Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein

Vom Acker bis zur App, vom Forschungslabor bis zum Feld: Die AgriFood-Branche in Deutschland entwickelt sich rasant – und mit ihr ein Netzwerk aus Start-ups, Investoren und Forschungseinrichtungen, die die Zukunft unserer Ernährung gestalten. Diese Übersicht zeigt, wo Innovationen entstehen und Ideen zu praxistauglichen Lösungen wachsen. Hier finden Sie auf einen Blick die wichtigsten Acceleratoren, Netzwerke, Finanzierungsquellen und Forschungsstätten. Eine Landkarte für alle, die sich orientieren, vernetzen und vorangehen wollen.

AUTOR: DOMINIK EWALD

Berlin

Berlin ist der wichtigste AgTech/FoodTech-Start-up-Hub Deutschlands. Alternative Proteine, Vertical Farming und Sustainable Food Systems sind die dominierenden Themen – befeuert durch den ProVeg Incubator, den Food Campus Berlin und ein einzigartiges Investoren-Ökosystem mit Earlybird, Freigeist Capital, Cherry Ventures, Revent und zahlreichen weiteren. Netzwerke wie FarmFood Climate und Forum Moderne Landwirtschaft verbinden Start-ups, Wissenschaft und Politik auf Bundesebene.

Bremen

Bremen ist ein unterschätzter Innovationsknoten im Agri-Food-Bereich: Food Land Bremen setzt die Tradition der Hanse-Küchen als Nachfolge-Initiative fort, Capnamic finanziert als aktiver Venture-Capital-Geber Tech- und Food-Start-ups. Die enge Vernetzung mit internationalen Handelspartnern macht Bremen besonders stark in Lebensmittelsicherheit, Import/Export-Technologie und Food-Compliance –relevante Felder für B2B-orientierte AgTech-Start-ups.

Forschungsinstitute & Wissenschaftseinrichtungen

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Brandenburg

Brandenburg ist Deutschlands Leitregion für nachhaltige Agrarforschung: Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam, das ZALF (Agrarlandschaftsforschung) in Müncheberg und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bilden eine einzigartige Forschungsdichte. Die Hochschule Eberswalde ist auf nachhaltige Entwicklung spezialisiert. Brandenburg Kapital (BFB) stellt als aktivster regionaler Eigenkapitalgeber Wachstumskapital für Start-ups bereit – und die Nähe zu Berlin schafft direkten Zugang zum größten deutschen AgTech-Ökosystem.

Hamburg

Die Hansestadt ist das FoodTech-Zentrum Norddeutschlands – mit dem Food Harbour als Europas erstem Full-Service-Food-Accelerator. Das dichte Investor-Ökosystem aus Atlantic Food Labs, Hanse Ventures und Hamburg Invest (HIW) finanziert Start-ups entlang der gesamten Food-Wertschöpfungskette. Lebensmittelverarbeitung, Logistik und internationale Marktanbindung schaffen ideale Voraussetzungen für Skalierung – von der Produktentwicklung bis zum Export.

Acceleratoren & Inkubatoren

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Mecklenburg-Vorpommern

Großflächige Agrarbetriebe machen das Bundesland zum idealen Testfeld für AgTech-Innovationen im realen Maßstab. Die Fraunhofer-Institute IGD & IGP in Rostock forschen an KI, Robotik und Smart Farming, das FBN Dummersdorf ist eine Referenzeinrichtung für nachhaltige Nutztierhaltung. Der Accelerator Accelerate MV und der International Ocean Accelerator fördern Start-ups in Agri-, Bio- und Blue-Economy. BioCon Valley vernetzt die Life-Sciences- und Ernährungswirtschaft des Landes – von Greifswald bis Rostock.

Niedersachsen

Das agrarwirtschaftlich stärkste Bundesland ist auch ein Hotspot für AgTech-Infrastruktur: Das Seedhouse (Osnabrück) und RootCamp (Hannover) sind zwei der bekanntesten Agri-Food-Acceleratoren Deutschlands. Das DFKI Osnabrück und das DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik) liefern die wissenschaftliche Basis, das Agrotech Valley Forum vernetzt die Region international. Die Universität Osnabrück betreibt mit dem Joint Lab KI & DataScience Pionierarbeit für datengetriebene Landwirtschaft.

Hochschulen & Universitäten

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Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verbindet Pflanzenbiotechnologie, Bioökonomie und Agrartransformation auf einzigartige Weise. Das IAMO (Transformationsökonomie) und das IPB (Pflanzenbiochemie) der Leibniz-Gemeinschaft in Halle sowie das Julius Kühn-Institut in Quedlinburg forschen an den Grundlagen zukünftiger Agrar-Innovationen. Der Chemiestandort Leuna eröffnet zudem neue Wertschöpfungspfade in der Bioraffinerie. Großbetriebe ermöglichen praxisnahe Pilotprojekte im industriellen Maßstab.

Schleswig-Holstein

Das Bundesland ist deutschlandweit führend bei Smart Farming im Milchsektor und bei maritimer Aquakultur-Innovation. Die Christian-Albrechts-Universität Kiel bildet den wissenschaftlichen Kern mit Forschung zu Agrarökonomie und Tierzucht. Der Aquator Accelerator (Kiel) entwickelt gezielt Startups für die Blue Economy, das BAIN-Netzwerk verbindet Business Angels mit Early-Stage-Ventures. Das Land verknüpft konsequent Praxis, Forschung und Start-up-Förderung.

Investoren & Risikokapitalgeber

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